Der ESC-2025-Gewinner JJ (Johannes Pietsch) hat für Aufsehen gesorgt: In einem Interview mit El País forderte er, den geplanten Eurovision Song Contest 2026 in Wien ohne Israel stattfinden zu lassen.
JJs Forderung & seine Relativierung
- JJ sagte: „Es ist sehr enttäuschend, dass Israel noch am Wettbewerb teilnimmt“ und sprach sich für eine ESC-Ausgabe ohne Israel aus
- Er verglich Israel mit Russland und nannte beide Staaten „Aggressoren“ – und forderte mehr Transparenz beim Televoting
- Später relativierte er seine Worte: Die Kritik sei gegen die Politik der israelischen Regierung gerichtet, nicht gegen das Volk. Gewalt lehne er generell ab
ORF und EBU schlagen zurück
- Der ORF betont, dass JJs Aussagen seine Privatmeinung seien. Beim ESC stünden Musik und Künstler im Fokus, nicht Politik.
- Die EBU verweist auf klare Regeln: Jeder teilnehmende Sender, der die Voraussetzungen erfüllt, darf antreten. Der ESC bleibe ein Symbol für Zusammenhalt, Diversität und Inklusion
Hintergrund: Politische Brisanz & öffentliche Reaktion
- Israel belegte beim ESC 2025 den 2. Platz – dank des Publikumsgewinns, während Jel zwar mit Jury-Wertung siegte
- Das Thema ist politisch sensibel: Vorwürfe gegen Israel wegen des Gaza-Kriegs halten sich im Rahmen, ebenso wie der Ausschluss Russlands seit 2022
- Mehrere Länder wie Belgien, Spanien, Finnland warfen Fragen zur Transparenz der Televoting-Prozesse auf
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Echos & Gegenreaktionen
- Der israelische Botschafter in Madrid lud JJ zu einem Gespräch ein, um über seine Kritik aufzuklären
- Israelische Hamas-Geisel-Angehörige forderten eine Aussprache: „Versteck dich nicht“, denn Musik solle verbinden, nicht spalten
Was bedeutet das für ESC 2026?
- Die ORF- und EBU-Stellungnahmen deuten eine klare Haltung an: Politische Exklusion lehnen sie ab – Standards für Teilnahme bleiben strikt
- Der ESC 2026 in Wien wird daher aller Wahrscheinlichkeit mit Israel stattfinden – Politik wird rigoros ausgeklammert.
Fazit
JJ löste eine brisante Debatte aus: Darf der ESC allein wegen politischer Konflikte Teilnehmer ausschließen? ORF und EBU verweisen auf Regeln und den Anspruch, ein unpolitisches Musikfest zu bleiben. Israel wird – trotz Kritik – auch bei der nächsten ESC-Ausgabe dabei sein.












